Ernährungsmythen im Faktencheck

Gans, Rotkohl, Klöße und im Anschluss noch eine große Portion Eis mit Sahne – wenn die Weihnachtszeit naht, schlagen wir häufig so richtig zu. Und wenn dann das Festtagsessen auf den Magen drückt, dauert es nicht lange, bis die ersten Ratschläge kommen. Man soll einen Schnaps trinken und hätte nicht nach 18 Uhr oder lieber weniger essen soll. Doch was ist dran an diesen Ratschlägen? Bauchmoment hat sie genau unter die Lupe genommen und deckt auf, welche Tipps rund um die Ernährung reine Mythen sind und was tatsächlich hilft.

Mythos Nr. 1

Essen nach 18 Uhr macht dick.

Jein. Bei Diäten liest man diesen Tipp häufiger. Doch ist rein wissenschaftlich der Zusammenhang zwischen Uhrzeit der Nahrungsaufnahme und Gewichtszunahme nicht eindeutig belegt. Dennoch steht fest, dass Mahlzeiten morgens und abends anders vom Körper verarbeitet werden und daher der Stoffwechsel beispielsweise am Abend langsamer funktioniert. Dies liegt an dem höheren Blutzucker nach dem Essen. 

Mythos Nr. 2

Der Absacker nach dem Essen hilft der Verdauung. 

Dieser Mythos ist wahrscheinlich schon so alt wie die Rezeptur zur Schnapsherstellung. Wer ein Völlegefühl verspürt, greift nach einem schweren Essen oftmals zu einem Absacker. Der Alkohol schafft zwar Entspannung für die Magenmuskulatur und lässt eine wohltuende Wärme in der Magengegend zurück, doch dieser Effekt hält nur kurzfristig an. Außerdem belegen Studien, dass die Einnahme von Alkohol nach dem Essen die Verdauung verlangsamt – von vier auf sechs Stunden. Bei Völlegefühl ist es ratsamer, einen Pfefferminztee zu trinken, als zum Schnaps zu greifen.

Mythos Nr. 3

Salzstangen und Cola helfen bei Magen-Darm-Erkrankungen. 

Wer kennt es nicht aus seiner Kindheit? 
Bei Erbrechen oder Durchfall wurden schnell einmal Cola und Salzstangen aus dem Regal gezaubert, weil diese angeblich bei Magen-Darm-Erkrankungen helfen sollen. Beides schmeckt Kindern zwar, hilft jedoch nicht wirklich. Das Wichtigste bei Durchfallerkrankungen ist, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Cola ist dafür zunächst nicht geeignet, denn es kann durch die enthaltene Kohlensäure den Magen-Darm-Trakt zusätzlich reizen und das enthaltene Koffein kurbelt die Wasserausscheidung über die Nieren an – ein Trugschluss. Außerdem enthält Cola sehr viel Zucker, welcher ebenfalls Wasser bindet und es dadurch vermehrt ausgeschwemmt wird. Beruhigender und schonender für den Magen wirken hier ein Kamillen- oder Pfefferminztee sowie stilles Wasser, um den Körper vor Austrocknung zu schützen. Auch von Salzstangen sollte man absehen: Dem Körper fehlt es bei Durchfall nicht nur an Speisesalz, sondern auch an anderen Salzen wie Kalium und Magnesium. 
Deshalb sollte man besser auf fertige Elektrolytlösungen in Pulverform setzen, um die verlorenen Salze auszugleichen. Besonders bekömmlich ist eine Gemüsebrühe.

Mythos Nr. 4

Ballaststoffe – viel hilft viel. 

Häufig hört man, dass man für einen gut funktionierenden Darm viel Ballaststoffe zu sich nehmen soll. Das stimmt so nicht ganz. Zwar sind die unverdaulichen Pflanzenfasern für eine gesunde Darmflora und regelmäßigen Stuhlgang unverzichtbar, doch wer eher zu Verdauungsproblemen neigt oder einen Reizdarm hat, sollte lieber Kartoffeln und Blattsalat zu sich nehmen als Hülsenfrüchte und Kohlgemüse, denn gerade diese Lebensmittel wirken durch ihre Inhaltsstoffe besonders abführend.

Mythos Nr. 5

Bei Hunger knurrt der Magen.

Wer kennt es nicht: Der Magen ist leer und etwas Essbares ist nicht in greifbarer Nähe – schon fängt er an zu knurren. Aber ist es wirklich der Magen, der knurrt? Nicht wirklich. Zwar arbeitet er ständig, da er die Nahrung mit Magensäften vermischt und durch laufende Muskelbewegungen zu einem Brei verflüssigt sowie Nährstoffe herauslöst; dennoch entsteht das rumorende Geräusch im sogenannten Knurrdarm, einem Darmabschnitt kurz hinter dem Zwölffingerdarm. Ist der Magen leer, so presst er ein Gemisch aus Luft und dünnflüssiger Magensäure durch den Magenausgang in den Darm. Dabei entstehen die Geräusche, die wir als das typische Knurren wahrnehmen.

Mythos Nr. 6

Die Essensmenge ist für das Völlegefühl im Magen verantwortlich. 

Gerade an Feiertagen und Geburtstagen gönnt man sich häufiger einmal einen Nachschlag – besonders, wenn es gut schmeckt. Oft hört man dann: Wer nach einem reichhaltigen Essen ein Schweregefühl im Magen verspürt, hätte vielleicht etwas weniger essen sollen. Diese Vermutung ist jedoch nicht ganz zutreffend, denn oftmals kommt der schwere Magen von einem hohen Fettgehalt in der Nahrung. Wenn beim nächsten Weihnachtsfest also die obligatorische Gans zubereitet wird, kann man beispielsweise das Fett unter der Haut entfernen und sie wieder auf sie drauflegen. Dadurch kann man das schwere Gefühl im Magen reduzieren.

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