Richtig oder falsch? Neun Ernährungsweisheiten im Check

Obst hilft bei Durchfall, Rotwein ist gut für die Gesundheit, eine regelmäßige Darmsanierung ist ein Muss – um unsere Ernährung ranken sich die spannendsten Mythen. Doch was ist dran an diesen gemeinhin bekannten Weisheiten? Bauchmoment hat sich neun verschiedene Ratschläge angeschaut und sie auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

Weisheit Nr. 1:
Obst hilft bei Durchfall
Falsch! Obst kann sogar aufgrund seines hohen Säureanteils abführend wirken. Hat man also ohnehin schon Durchfall, sollte man das Obst zu Kompott verkochen. So reduziert man den Säureanteil und Äpfel und Co werden besser bekömmlich.

Weisheit Nr. 2:
Wenige Mahlzeiten pro Tag helfen beim Abnehmen.
Stimmt nicht! Es ist zwar gut möglich, dass man abnimmt, wenn man Mahlzeiten auslässt. Doch nach nicht allzu langer Zeit neigt der Körper dazu, die wenige Energie, die ihm zugeführt wird, zu speichern, da er Angst hat, sonst zu verhungern. Der Stoffwechsel wird langsamer und der Körper geht mit seinen knappen Ressourcen sorgsam um. Fängt man nach der Hungerzeit an, wieder normal zu essen, so nimmt man häufig in rasantem Tempo wieder zu – es entsteht der sogenannte Jo-Jo-Effekt.

Weisheit Nr. 3:
Das regelmäßige Trinken von Rotwein hält gesund.
Richtig! Jedoch sollte man das alkoholische Getränk in Maßen zu sich nehmen. Bestes Beispiel sind die Südländer: Obwohl sie regelmäßig Wein trinken und auch am Essen nicht sparen, sterben sie seltener an Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Jedoch haben Studien gezeigt, dass es weniger am Rotwein als eher am Alkohol liegt. Trinkt man gar nicht und dann wieder viel, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen; kleine Mengen an Alkohol verringern das Risiko und sollen angeblich sogar schützen. Für Frauen gilt: Sie sollten nicht mehr als ein kleines Bier oder ein Achtel Wein zu sich nehmen. Für Männer gilt die doppelte Menge.

Weisheit Nr. 4:
Darmsanierungen entgiften die Körpermitte.
Falsch! Funktioniert das Verdauungssystem ausreichend gut, so bleiben im Darm bei den Verdauungsvorgängen keine Gifte oder Schlacken zurück. Auch wenn das Angebot an Darmsanierungen und Entgiftungskuren groß ist und viel verspricht – positive Auswirkungen auf die Verdauung und den Magen-Darm-Trakt konnten bisher nicht nachgewiesen werden. Jedoch kann ein Fastentag, beispielsweise bei einer Durchfallerkrankung, dazu beitragen, dass sich der Darm erholen und seine Flora wiederaufbauen kann.

Weisheit Nr. 5:
Kaugummis verkleben den Magen.
Falsch! Kaugummis haben keine klebenden Fähigkeiten, wenn sie feucht sind. Da sie weder im Magen noch im Darm austrocknen können und auch nicht weiter aufgespalten werden, flutschen sie einfach so durch. Kaugummis, die keinen Zucker, aber dafür Sorbit enthalten, wirken manchmal sogar abführend.

Weisheit Nr. 6:
Trinken beim Essen schadet der Verdauung.
Falsch! Gemeinhin wird erzählt, dass zu viel Flüssigkeit während der Nahrungsaufnahme schädlich ist, da sie die Magensäuren verdünnt und die Lebensmittel so nicht mehr richtig zersetzt werden können. Das stimmt jedoch so nicht. Die Magensäure zersetzt die Nahrung, Bakterien spalten Proteine mithilfe von Enzymen und Muskelbewegungen in Magen und Darm befördern den Brei durch den Körper – und das gelingt sogar noch besser, wenn genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Jedoch sollte bei der Wahl der Flüssigkeit lieber auf Wasser, als auf Säfte, Limonaden und alkoholische Getränke gesetzt werden.

Weisheit Nr. 7:
Zu wenig Flüssigkeit führt zu Verstopfungen.
Richtig! Zumindest kann ein Mangel an Flüssigkeit zu Verstopfungen führen, beispielsweise wenn viele Ballaststoffe zu sich genommen werden. Diese fördern die Verdauung. Trinkt man jedoch zu wenig, tritt die gegenteilige Wirkung ein. Deshalb sollte man über den Tag verteilt jede Stunde 200 ml Flüssigkeit wie Wasser oder ungesüßte Tees zu sich nehmen.

Weisheit Nr. 8:
Probiotika halten den Darm gesund.
Richtig! Probiotika, die es in natürlicher Form beispielsweise in Joghurt oder Sauerkraut sowie in synthetischer Form zum Beispiel in probiotischen Joghurts gibt, unterstützen die Darmflora sowie die Darmgesundheit. Die Bakterien in den probiotischen Lebensmitteln überleben möglichst die Magensäure und gelangen so bis in den Darm. Jedoch vollbringen die besonders resistenten Milchsäurebakterien keine Wunder, wie oft versprochen wird.

Weisheit Nr. 9:
Antibiotika schädigen die Darmflora.
Stimmt! Nimmt man aufgrund von bakteriellen Infekten Antibiotika zu sich, verändert man die Zusammensetzung der Keime in der Darmflora. Dieser Effekt hält sogar weit über die Dauer der Einnahme hinaus an. Deshalb sollte man rund um die Behandlung herum die Darmflora beispielsweise durch das vermehrte Zuführen von resistenten Milchsäurebakterien, die zum Beispiel in Probiotika zu finden sind, unterstützen.

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