Darmbakterien beeinflussen Tumorabwehr in der Leber

Ein internationales Forscherteam um Tim Greten vom National Cancer Institute in Bethesda/Maryland hat bei einer Studie mit Mäusen festgestellt, dass Darmbakterien die natürliche Immunabwehr von Krebszellen in der Leber beeinflussen, wobei sekundäre Gallensäuren eine zentrale Rolle spielen.

Die Mäuse mit einem genetischen Krebsrisiko wurden mit den Antibiotika Vancomycin, Neomycin und Primaxin behandelt. Dies verminderte das Krebswachstum in der Leber und bei den Tieren entwickelten sich weniger und kleinere Tumore. Ob die Ergebnisse klinisch genutzt werden können, etwa durch eine gezielte Antibiotikatherapie mit anschließender Gabe von Probiotika, lässt sich aus den Ergebnissen nicht ableiten. Dies müsste zunächst in klinischen Studien untersucht werden. Mehrere Studien haben in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass Darmbakterien die Wirksamkeit einer Krebstherapie beeinflussen können. Bestimmte Darmbakterien verstärkten in Studien die Wirksamkeit und andere können über Erfolg oder Misserfolg einer Krebsimmuntherapie entscheiden.

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