Aktiv bleiben – Sportarten, die der Körpermitte guttun

Die einen möchten abnehmen, die anderen in Form kommen – Muskelaufbau und Fettverbrennung zählen zu den häufigsten Anreizen, um Sport zu treiben. Doch regelmäßige Bewegung kann noch viel mehr! So kurbelt sie beispielsweise den Stoffwechsel und somit auch die Darmtätigkeit an. Schon der tägliche Spaziergang kann dabei helfen, Verdauungsbeschwerden langfristig zu reduzieren oder gar zu beseitigen.

Die Verdauung ist wie die Atmung oder unser Herz Teil unseres vegetativen oder auch autonomen Nervensystems und lässt sich somit nicht bewusst steuern. Meist ist das auch gar nicht notwendig – doch manchmal zwickt und grummelt es in Magen und Darm, wir haben mit Verstopfungen, Blähungen oder Durchfall zu kämpfen. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die ursächlich für Probleme bei der Verdauung sein können. Unter anderem können bestimmte Essgewohnheiten, Nahrungsmittelintoleranzen, Stress oder Allergien zu einem belasteten Verdauungstrakt führen. Doch für ein angenehmes Bauchgefühl muss es nicht immer gleich der Griff in den Medizinschrank zu Hause sein – schon leichte, regelmäßige Bewegung kann dabei helfen, die Verdauung wieder zu normalisieren. Doch keine Angst: Um die Verdauung durch Bewegung zu unterstützen, muss man keinen Hochleistungssport betreiben.

Vier Sportarten, die dem Bauch guttun

Laufen: Heutzutage sind Bürojobs keine Seltenheit – eine Vielzahl der Deutschen verbringt ihre Arbeitstage am Schreibtisch. Wer den ganzen Tag über viel sitzt, sollte sich angewöhnen, Bewegung in seinen Alltag zu integrieren, um Körper und Seele etwas Gutes zu tun. Doch keine Angst, es muss nicht gleich ein Marathon sein – eine halbe Stunde gemächliches Laufen oder ein kurzer Spaziergang nach der Arbeit wirken nicht nur entspannend, sondern bringen auch die Verdauung in Schwung. 

Radeln: Radfahren eignet sich ideal, um die Verdauung anzuregen. Der Grund: Durch die gleichmäßige Tretbewegung werden nicht nur Muskeln beansprucht, sondern auch die inneren Organe wie das Verdauungsorgan massiert.

Schwimmen: Wem Radeln oder Joggen nicht zusagt und wer die Möglichkeit dazu hat, sollte einmal in Betracht ziehen, regelmäßig schwimmen zu gehen. Ebenso wie das Radeln hat dieser Sport durch den Druckaufbau der Wasserdichte eine massierende und entspannende Wirkung auf die Körpermitte und entlastet gleichzeitig die Gelenke.

Yoga: Yogaübungen sind ein echtes Allroundtalent! Sie wirken nicht nur entspannend, sondern auch optimal bei gesundheitlichen Problemen. So können die Asana – so heißen die Übungen auf Indisch – auch Verdauungsbeschwerden und Magenprobleme lindern. Der Grund: Yoga wirkt entspannend und entkrampfend auf die Körpermitte, weshalb sich verschiedene Asana optimal für einen ausgeglichenen Magen-Darm-Trakt eignen – den Bereich, der häufig als Erstes reagiert, wenn man unter Stress, psychischer oder auch physischer Anspannung leidet.

Auf die Plätze, fertig, los! 
Gezielte Übungen für eine entspannte Körpermitte

Wenn Verdauungsprobleme den Alltag stören und keine Zeit für die Radtour oder den Besuch im Schwimmbad ist, können ganz einfach ein paar Übungen in den Alltag integriert werden, die direkt auf die Körpermitte wirken. Sie regen nicht nur die Körpermitte an, sie kräftigen auch das Verdauungssystem, lösen Energieblockaden in der Körpermitte und können sogar das Hüftgold schmelzen lassen.

Übung 1 

Finden Sie eine bequeme Position auf dem Rücken. Nun die Arme links und rechts neben den Oberkörper platzieren. Jetzt abwechselnd ein Bein im 90-Grad-Winkel nach oben heben und langsam wieder absenken.

Übung 2 

Setzen Sie sich mit dem Po auf Ihre Fersen. Beim Einatmen den Oberkörper aufrichten. Nun strecken Sie die Arme nach oben und hinten und legen den Kopf in den Nacken. Den Po anspannen. Jetzt die Arme wieder zurückholen, über Kreuz vor der Brust wie bei einer Selbstumarmung absenken und beim Ausatmen wieder mit dem Po auf die Fersen sinken.

Übung 3 

Beide Beine zur gleichen Zeit im 90-Grad-Winkel anheben und danach wieder absenken. Bereitet das gerade Hochstrecken der Beine Probleme, können diese auch angewinkelt und hochgestreckt werden.

Übung 4

Machen Sie es sich auf einer Matte auf dem Rücken bequem. Nun beide Beine zum Oberkörper ziehen. Anschließend die Beine mit beiden Armen umfassen und von links nach rechts und wieder zurück schaukeln.

Übung 5 

Radeln Sie in der Luft! Dafür einfach auf den Rücken legen und die Beine abheben. Jetzt die Beine bewegen, als ob Sie gerade Fahrrad fahren würden.

Übung 6 

Hier ist etwas Gelenkigkeit gefragt: Im Liegen das rechte Bein so weit anwinkeln, dass das Knie fast die Nasenspitze berührt. Dieselbe Übung mit dem linken Bein durchführen.

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