Wenn Stress auf den Magen schlägt …

„Mir schlägt etwas auf den Magen.“ oder „Ich mache mir gleich vor Angst in die Hose.“ Diese und andere Redensarten sind im Volksmund keine Unbekannten. Doch sind sie wahr? Reagiert der Magen tatsächlich auf Stress?

Reagiert man beispielsweise auf Angst, Aufregung, Nervosität, Stress oder im Zeitdruck mit Beschwerden wie Übelkeit oder Schmerzen im Oberbauch, ist das für die Betroffenen mehr als unangenehm. Dabei zeigen diese Beschwerden den psychischen Druck in Form von Stress, unter dem der Betroffene leidet, unmittelbar. Stress, Angst und Unruhe haben nämlich einen großen Einfluss auf Magen und Darm. Bei manch einem reicht schon der alleinige Gedanke an eine stressige Situation aus, um Magenschmerzen und Übelkeit auszulösen.

Bauchhirn leitet Stress in Magen-Darm-Trakt

Doch woran liegt das eigentlich? Ganz einfach: Zwischen Gehirn und Verdauungsorganen gibt es einen heißen Draht, das sogenannte Bauchhirn. Muss das Gehirn mit Stress oder großen psychischen Belastungen umgehen, werden Magen und Darm Teil der Reaktion. Stehen die Nerven unter Spannung, wird weiterhin die Säureproduktion im Magen erhöht, was sich im unangenehmen Sodbrennen ausdrücken kann.

Die unmittelbaren Folgen von Stress können u.a. Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl oder Sodbrennen sein. Hält der Stress länger an, kann es passieren, dass der Magen-Darm-Trakt schlechter durchblutet wird. Dann bildet die Magenschleimhaut aufgrund der unzureichenden Durchblutung weniger Schleim. Das Ergebnis: eine erhöhte Anfälligkeit für Angriffe der Magensäure. Ebenso stressig ist für den Magen der Konsum von Nikotin und Alkohol, da diese die Produktion der Magensäure ankurbeln. Auch übermäßiger Kaffeekonsum kann bei einigen Menschen zu Magenschmerzen oder Sodbrennen führen.

Hält der stressige Zustand länger an, kann es langfristig zu Symptomen wie innerer Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, hohem Gewichtsverlust, Verwirrtheit oder depressiven Verstimmungen kommen.

Doch keine Sorge – wenn Sie ein paar Dinge im Alltag beachten und zu Ihrer inneren Ruhe finden, können Sie Ihren gestressten Magen auch zur Ruhe bringen.

Leiden Sie unter einem stressgebeutelten Magen, so können Ihnen folgende Tipps helfen:

  • Halten Sie inne! Sofern es Ihnen möglich ist, nehmen Sie ein heißes Bad. Auch können regelmäßige Atemübungen oder Entspannungstechniken wie Yoga, progressive Muskelentspannung oder autogenes Training für Ausgeglichenheit sorgen.
  • Nehmen Sie entspannende Wirkstoffe ein! Gegen Nervosität und innere Unruhe haben sich beispielsweise die Wirkstoffe folgender Pflanzen bewährt: Hopfen, Baldrian, Melisse, Lavendel, Passionsblume, Johanniskraut.
  • Abwarten und Tee trinken! Bestimmte Sorten können die Verdauungsorgane oder gar den gesamten Körper entspannen und dabei helfen, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen sowie den Magen-Darm-Trakt zur Ruhe zu bringen.
  • Verzichten Sie auf Alkohol, Koffein und Nikotin! All drei können die innere Unruhe und Magenbeschwerden noch verstärken.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport! Das hilft dabei, zu innerer Ausgeglichenheit zu finden.
  • Nehmen Sie sich Auszeiten! Während der Arbeitszeit kann eine kleine Pause in Form von Spaziergängen an der frischen Luft Wunder bewirken.

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