Schmerzfrei durch Entspannung? Wann alternative Schmerztherapie helfen kann

Rheuma, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED), Bandscheibenprobleme – die Liste möglicher Ursachen für chronische Schmerzen ist lang. Betroffene wünschen sich meist nur das eine: ein schmerzfreies Leben. Häufig haben sie auf der Suche nach Linderung einen wahren Ärztemarathon hinter sich und sind vor allem eins, wenn die schulmedizinischen Therapiemaßnahmen nicht helfen: verzweifelt.

Mittlerweile gibt es jedoch eine Reihe an alternativen Heilmethoden, die bei chronischen Schmerzen nicht medikamentös Abhilfe schaffen können. Zwar gibt es noch nicht hinreichend wissenschaftliche Belege für die Wirkung von alternativer Schmerztherapie, jedoch berichten viele Betroffene von großen Erfolgen und Durchbrüchen nach ihrer Anwendung.

Es wird angenommen, dass bei der Chronifizierung von Schmerzen Faktoren wie z.B. der psychische Umgang mit den Schmerzen, der schmerzbedingte Stress und die ständige Verspannung der Muskulatur in den betroffenen Regionen eine Rolle spielen – und genau diese können mit verschiedenen Entspannungstechniken wie beispielsweise Akupunktur, Osteopathie, Atemübungen oder TENS aufgelöst werden und so zu einem schmerzfreien Leben führen.

Häufig haben Betroffene auf der Suche einen langen Ärztemarathon hinter sich. Greifen schulmedizinische Therapiemaßnahmen nicht, können alternative Schmerztherapien Betroffenen helfen, die Schmerzen zu reduzieren.

Die wichtigsten Möglichkeiten der alternativen Schmerztherapie im Überblick:

Akupunktur

Akupunktur ist aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) bekannt. Dabei handelt es sich um ein bewährtes Mittel gegen Schmerzen durch Kopfschmerzen und Migräne, Arthrose, Knie- und Rückenbeschwerden, Sportverletzungen oder Menstruationsbeschwerden. Hierbei werden durch den Akupunkteur dünne,etwa streichholzlange Nadeln in bestimmtePunkte auf der Hautoberfläche gestochen.Dadurch sollen blockierte Energien wieder fließen und die Schmerzen gelindert werden.

Autogenes Training

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die auf Selbsthypnose setzt. Durch verschiedene Übungen setzt man sich selbst in einen hypnotischen Bewusstseinszustand. Im Ruhezustand wird dem Unterbewusstsein eine bestimmte Botschaft vermittelt, die zur Entspannung und einer verbesserten Konzentration beiträgt.

Osteopathie

In der Osteopathie werden Funktionsstörungen des Bindegewebes, der Knochen und der inneren Organe behandelt. Es werden körperliche Blockaden, Dysfunktionen und Verspannungen gelöst und somit dafür gesorgt, dass Schmerzen abklingen können. So werden die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt. Osteopathie kommt u.a. bei Rücken- und Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Migräne zum Einsatz.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Bei der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson wird gelehrt, dass man in einer entspannten Lage nacheinander bestimmte Muskelgruppen anspannen und diese nachfolgend wieder entspannen soll. Auf  diese Weise lässt sich der Schmerz lindern, weil Verspannungen somit besser erkannt und reduziert werden können. Außerdem kann man aktiv etwas gegen den Schmerz unternehmen. Das führt letztendlich zum Stressabbau.

Biofeedback

Beim Biofeedback werden vegetative Körperfunktionen wie Atem- und Herzfrequenz, Blutdruck, Hirnströme, Hautwiderstand oder Puls gemessen und an akustische bzw. optische Signale in Form von farbig grafisch dargestellten Verlaufskurven gekoppelt. Durch verschiedene Entspannungstechniken und Suggestion wird erlernt, wie man unbewusst besagte Körperfunktionen beeinflussen und somit das Schmerzempfinden kontrollieren kann. Biofeedback kommt insbesondere bei  Spannungskopfschmerzen, Migräne und Muskelschmerzen zum Einsatz.

Verhaltens-, Gesprächs- und Musiktherapie

Psychologische Hilfe in Form von Verhaltens-, Gesprächs- oder Musiktherapie kann bei chronischen Schmerzen oftmals helfen. Denn entstehende Depressionen durch Schmerzen bedingen wiederum erneute Schmerzen und man befindet sich in einem Teufelskreis. Eine Gruppentherapie mit Leidensgenossen kann hilfreich sein. Musizieren oder Musikhören kann bei der Schmerzlinderung helfen. Musik geht direkt ins Gehirn und somit kommt es zu einer Ablenkung vom Schmerz. Gerade beim Selbstmusizieren kann körperlicher Stress abgebaut werden.

Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)

Bei der alternativen Schmerztherapie TENS werden mittels auf der Haut aufgebrachte Elektroden elektrische Impulse an die entsprechenden Nerven abgegeben. Kommt sie regelmäßig zum Einsatz, soll sich die gestörte Reizverarbeitung wieder normalisieren und die Schmerzen so reduziert werden. TENS kommt u.a. bei Kopf-, Rücken- und Nervenschmerzen sowie bei rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz.

Bewegung

Bewegung ist bei chronischen Schmerzen das A und O. Schon ein lockerer Spaziergang kann dazu beitragen, sich von den Schmerzen abzulenken und verspannte Muskeln zu lockern.

Wärme- und Kälteanwendungen

Bei den physikalischen Methoden durch Wärme oder Kälte wird auf passivem Weg versucht, die Schmerzen positiv zu beeinflussen. Durch Wärmeanwendungen, z.B. durch Fangopackungen, Wärmflasche, Capsaicin-Salbe, Wärmepflaster oder Infrarotlicht, kann sich die angespannte Muskulatur entspannen. Die Durchblutung nimmt zu und dies führt zur Lockerung der Muskeln. Kälteanwendungen, z.B. in Form von Eisbeuteln, kalter Waschlappen oder Sportgel, haben sich im Akutfall bewährt. Sie lindern akute Schmerzspitzen. Durch die Kälte lässt die Geschwindigkeit der Schmerzweiterleitung nach. Die Blutgefäße ziehen sich zusammen und die Schwellung kann zurückgehen.

Medizinische Hypnose

Bei der medizinischen Hypnose wird mittels einfacher Sätze oder bildhafter Beschreibungen durch den Therapeuten der Patient in eine Trance versetzt, bei der dieser jedoch bei vollem Bewusstsein bleibt. Anschließend tritt ein Zustand tiefer Entspannung ein, welcher schmerzlindernd sein kann. Hypnose kann als alternative Methode gegen Schmerzen, Depression, Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Arthritis, Übergewicht oder Ängste dienen.

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