Warum Nein sagen so wichtig ist

Wer kennt es nicht: Jemand bittet einen um einen Gefallen und das Ja geht einem deutlich einfacher über die Lippen als ein Nein. Aber lassen  Sie sich trösten – Sie sind mit diesem Problem nicht allein, denn viele Menschen können häufig nicht Nein sagen oder tun sich unglaublich schwer mit dem oft negativ gedeuteten Wort. Sie wünschen sich, öfter selbstbewusst Nein sagen zu können.

90 % der Bitten oder Aufforderungen haben sich bereits erledigt, wenn man nicht sofort reagiert.

Dabei ist es für das eigene Wohlbefinden sehr wichtig, auch einmal Nein zu sagen und seine Grenzen zu ziehen. Und dabei geht es nicht um ein umschriebenes Nein, sondern um ein deutliches Nein auf eine bestimmte Bitte oder Aufforderung, egal ob sie aus dem Freundes- und Bekanntenkreis oder aus dem beruflichen Arbeitsfeld kommt.

Oftmals werden Bitten oder Aufforderungen aus reiner Bequemlichkeit und vielleicht sogar eigener Faulheit gestellt. Es ist einfacher, jemanden zu fragen, als selber zu recherchieren, nachzudenken oder sich eine Lösung einfallen zu lassen. Statistisch gesehen haben sich 90 Prozent der Bitten oder Aufforderungen bereits erledigt, wenn man nicht sofort reagiert.

Ist man also mit einer Bitte konfrontiert, so sollte man in einer ruhigen Minute über die Situation nachdenken und reflektieren, wa-rum und zu wem man Ja sagen würde. Kommt beispielsweise der andere nicht ohne die eigene Hilfe zurecht oder erwartet man sich indirekt Wertschätzungen für das Tun? Dies kann bei der Entscheidungsfindung helfen.

Warum Neinsagen oftmals nicht funktioniert

Den meisten Menschen ist bewusst, dass zum Alltag auch unangenehme Unternehmungen gehören, zu denen man kaum Nein sagen kann. Viele Menschen halsen sich aber zusätzlich Dinge auf, die sie eigentlich gar nicht machen müssten, oder nehmen Verpflichtungen wahr, auf die sie gar keine Lust haben.

Der Grund liegt auf der Hand: Man möchte in der Gesellschaft akzeptiert werden und beliebt sein, niemanden enttäuschen und die Erwartungen von anderen erfüllen. Man möchte nicht als Egoist gelten. Auch hat man nicht selten Angst vor Ablehnung und kämpft eventuell mit einem schlechten Gewissen oder sogar Schuldgefühlen.

Der Preis dafür ist meistens zu hoch: Es werden u.a. Hobbys vernachlässigt und die sonst verbleibende Freizeit, um sich selbst etwas Gutes zu tun, schwindet. Der Alltag wird enorm eingeschränkt und die eigenen Wünsche treten in den Hintergrund. Die Prioritäten werden falsch gesetzt und an effizientes Arbeiten und Lernen ist nicht mehr zu denken.

Einige der häuf igsten Gründe, warum viele nicht Nein sagen können, sind:

Nichtakzeptanz des Neinsagens

Bereits in der Kindheit lernt man unbewusst, dass ein kindliches Nein nicht immer auf die Akzeptanz bei den Eltern stößt. So lernt das Kind, bedingterweise aufzugeben. oder es lernt niemals richtig die Bedeutung des Neinsagens. Dieses Verhalten führt man auch im Erwachsenenalter fort.

Angst vor Konsequenzen

Viele Menschen scheuen den Konflikt und vor allem im Berufsalltag fürchten sie sich vor Nachteilen oder Jobverlust. Sie rechnen damit, dass ihr Nein zu Konsequenzen führt, die sie nicht tragen wollen. Deshalb sagen sie lieber Ja.

Angst vor Ablehnung

Gerade im Bereich des privaten Umfelds haben doch viele Menschen Angst vor Ablehnung. Zudem will man die anderen Menschen nicht verletzen. Oft ist es Mitleid, das einen Gefallen tun lässt, die man eigentlich nicht tun will oder die einem nicht guttun. Die meisten Menschen sind harmoniebedürftig, doch diese Harmonie wird oftmals trotz Gefallen nicht erreicht.

Warum Neinsagen wichtig ist

Sofern man keine wirklichen Nachteile erlangt, ist es vollkommen in Ordnung, Ja zur Bitte des anderen zu sagen. Sollte man sich jedoch durch das Ja zu viel zumuten, wird es schwierig. Wer nicht Nein sagen kann, wenn es wirklich notwendig wäre, wird immer wieder in Situationen kommen, die er nicht oder nur mit immenser Anstrengung meistern kann. Eine permanente Überforderung ist so praktisch vorprogrammiert.

Stellen Sie sich vielleicht folgende Fragen:

  • Haben Sie genügend Zeit?
  •  Müssen Sie dazu mehr Aufwand betreiben oder geht es Ihnen leicht und schnell von der Hand?
  • Haben Sie überhaupt Lust?
  • Bittet Sie die Person häufiger um Gefallen?

Es geht darum, eine ausgeglichene Balance zwischen den
eigenen Bedürfnissen und den Erwartungen anderer zu finden.

So lernen Sie nein sagen

Keine Sorge – Nein sagen kann man lernen. Es ist möglich, dem Ja zu entkommen und manchmal einfach mit gutem Gewissen Nein zu sagen. Wer ein starkes Selbstbewusstsein hat, achtet darauf, dass sowohl private als auch berufliche Beziehungen im Gleichgewicht bleiben. Man kann dann mit Konflikten und Ablehnung gut umgehen und weiß, dass andere selbst für ihre Gefühle verantwortlich sind. Man kann ein Nein klar formulieren und aushalten, wenn es einem selbst gegenüber geäußert wird.

  • Lernen Sie, selbstbewusst und ohne Schuldgefühle Nein zu sagen.
  • Wenn es Ihnen noch schwerfällt, Nein zu sagen, üben Sie es. Beginnen Sie bei kleineren, unbedeutenden Dingen. Je öfter Sie dies tun, desto leichter fällt es Ihnen beim nächsten Mal.
  • Bitten Sie um Bedenkzeit, um nicht gleich wieder in die „Ja-Falle“ zu gelangen.
  • Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass Sie das Recht haben, Nein zu sagen.
  • Rechtfertigen Sie sich nicht für Ihr Nein.
  • Stehen Sie zu Ihrer bewussten Entscheidung.
  • Akzeptieren Sie im gleichen Maße aber auch ein Nein von anderen, wenn Sie mit einer Bitte an sie herantreten.
  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Verpflichtungen und Ihre freie Zeit. Wenn Sie zeitlich nicht in der Lage sind zu helfen, bleiben Sie standhaft.
  • Planen Sie im Voraus und bestimmen Sie Ihre eigenen Prioritäten.
  • Schätzen Sie ab, was bzw. wer Ihre freie Zeit wert ist.

Zunächst kann das bewusste Neinsagen ungewohnt sein – für Sie selbst und für Ihr Umfeld. Die Mitmenschen können versuchen, einem ein schlechtes Gewissen einzureden, Mitleid hervorzurufen oder anderweitigen Druck auszuüben. Man sollte sich dann stets vor Augen führen, welchen Verlust man dafür erntet, und daraus die Motivation entwickeln, um standhaft zu bleiben. Denn Sie sollten für sich der Mensch sein, der im Mittelpunkt steht!

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